Taxonomische Referenz

Mehr.. Artname Deutscher Name Rang akzeptierter Name Rote Liste 2018 Verantwortlichkeit Atlas-Kommentar* Steckbrief zur Art
Leucanthemum adustum
Berg-MargeriteSpecies
Leucanthemum adustum
Ähnlich aussehende, großblütige Pflanzen, die unter dem Namen „L. maximum“ erfasst wurden, gehören im Fall von synanthropen Vorkommen meist zu Gartensippen und wurden zu L. vulgare agg. gestellt, sie werden nicht in der Karte von L. adustum gezeigt.
Cotoneaster integerrimus
Gewöhnliche ZwergmispelSpecies
Cotoneaster integerrimus
Alle als kultiviert, synanthrop oder eingebürgert eingestuften Funde beziehen sich wahrscheinlich auf andere, nicht heimische Arten der Gattung. Da die offenbar stark zunehmenden adventiven Cotoneaster-Arten in den gängigen Bestimmungsbüchern lange nicht verschlüsselt waren, betreffen Verwechslungen auch morphologisch stark abweichende Arten (z. B. C. dielsianus, C. divaricatus). Eine Anzahl von Falschangaben als einheimisch verbleibt wahrscheinlich in der Karte. C. integerrimus besitzt ein charakteristisch zerrissenes, weitgehend an natürliche Felsvorkommen gebundenes Areal. Mehrere adventive Cotoneaster- Arten zeigen ähnliche Präferenzen, gehen aber auch weit darüber hinaus. Auch in um die dokumentierten Verbreitungszentren herum (z. B. Mittelrhein-, Nahe-, Mosel-, Ahrtal) besteht die Möglichkeit, dass adventive Arten häufig als „Cotoneaster integerrimus“ kartiert wurden.
Ranunculus mosbachensis
Species
Ranunculus mosbachensis
R
Alle Angaben von Vorkommen, die in größerer Entfernung zur Typuslokalität in Mosbach (TK 6620) liegen, sind zu überprüfen.
Calamintha nepeta agg.
Aggregat
Calamintha nepeta agg.
Alle in Deutschland einheimischen Sippen der Gattung, C. foliosa, C. menthifolia und C. nepeta subsp. nepeta, gehören zu diesem Aggregat.
Cornus suecica
Schwedischer HartriegelSpecies
Cornus suecica
1
Als Eiszeitrelikt sind die in Norddeutschland vorkommenden Bestände der Art am Südrand des europäischen Teilareals auch durch den Klimawandel bedroht. In Niedersachsen gibt es nur noch ein Vorkommen im Landkreis Cuxhaven (Cordes & al. 2006).
Aurinia saxatilis subsp. saxatilis
FelsensteinkrautSubspecies
Aurinia saxatilis subsp. saxatilis
3
Als häufig gepflanzte Steingartenpflanze ist die Sippe vielfach verwildert, meist in Siedlungen z. B. in Pflasterfugen. Diese synanthropen Vorkommen wurden nur bei einigen kleineren Projektgebieten ausreichend erfasst, so dass die Karte vielfach nur die erhöhte Kartieraktivität zeigt.
Artemisia dracunculus
EstragonSpecies
Artemisia dracunculus
Als Kulturpflanze, die gelegentlich verwildert, wurde A. dracunculus wahrscheinlich ungleichmäßig erfasst.
Atriplex praecox
Frühe MeldeSpecies
Atriplex praecox
R
Als neue Art für Deutschland wurde die Meldenart von Krisch (2008) entdeckt und dokumentiert. Über Verbreitung und Ökologie der Art in Deutschland ist bislang erst wenig bekannt, doch scheint ihr Bestand aufgrund der sehr lokalen Verbreitung an der vorpommerschen Boddenküste gefährdet zu sein.
Gagea minima
Zwerg-GoldsternSpecies
Gagea minima
3
Altangaben von Ornithogalum minimum auct. (= Gagea villosa) können irrtümlich G. minima zugeordnet worden sein.
Onopordum acanthium subsp. acanthium
Gewöhnliche EselsdistelSubspecies
Onopordum acanthium subsp. acanthium
Alteingebürgerte Vorkommen gibt es in vielen Gebieten kaum oder kaum noch. Die meisten aktuellen Bestände gehen aus jungen Verwilderungen aus Gärten hervor. Die Differenzierung des Status war aber kaum möglich und die Darstellung als einheimisch ist vielfach zu weit gegriffen. Aus Gärten können auch andere, ähnliche Arten verwildern, insbesondere O. bracteatum; diese wurden ggf. nicht von O. acanthium unterschieden.
Centaurea phrygia s. str.
Phrygische FlockenblumeSpecies
Centaurea phrygia s. str.
1
Ältere Angaben zu C. phrygia können auch die häufigere C. pseudophrygia einschließen und wären deshalb nur C. phrgyia agg. zuzuordnen.
Brachypodium pinnatum
Fieder-ZwenkeSpecies
Brachypodium pinnatum
Angaben aus dem südöstlichen Baden- Württemberg und Südbayern sind wahrscheinlich weit überwiegend im Sinne des Aggregats zu verstehen oder als B. rupestre zu interpretieren. B. pinnatum fehlt z. B. im Großraum München (fast?) vollständig.
Muscari neglectum
Weinbergs-TräubelSpecies
Muscari neglectum
3
Angaben außerhalb der altbekannten, historischen Verbreitungsgebiete (mitteldeutsches Trockengebiet, alte Weinbaugebiete von Hessen, Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg und Nord-Bayern) sind überwiegend falsch und gehören meist zu M. armeniacum. M. neglectum wird nahezu überhaupt nicht kultiviert.
Muscari botryoides
Kleines TräubelSpecies
Muscari botryoides
3
Angaben außerhalb der altbekannten, historischen Verbreitungsgebiete, wo die Art im Rückgang ist (Thüringer Becken, Nord- und Südwestbayern, Schwäbische Alb, fraglich im Rhein-Main-Mosel-Gebiet und im sächsischen Elbtal) sind vielfach falsch und gehören meist zu M. armeniacum. M. botryoides wird nur selten (und meist nur in einer weißblühenden Form) kultiviert und verwildert wenig. Viele synanthrope Angaben gehören somit nicht zu M. botryoides (Hamburg, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, teilweise und regional auch andere Bundesländer).
Myosotis alpestris subsp. alpestris
Alpen-VergissmeinnichtSubspecies
Myosotis alpestris subsp. alpestris
Angaben mit synanthropem Status gehören zu Kultursorten von M. sylvatica und wurden entsprechend korrigiert. M. alpestris kommt außerhalb der Alpen nicht vor.
Senecio hercynicus subsp. hercynicus
Herzynisches Hain-GreiskrautSubspecies
Senecio hercynicus subsp. hercynicus
Angaben unterhalb hochmontaner Lagen können teilweise mit Hybriden von S. hercynicus subsp. hercynicus mit S. ovatus oder mit breitblättrigen Formen von S. ovatus verwechselt worden sein, so etwa im südlichen Anteil des Bayerischen Walds. Somit zeigt die Karte in einigen Mittelgebirgen vermutlich etwas zu viele Verbreitungspunkte an.
Callitriche hermaphroditica
Herbst-WassersternSpecies
Callitriche hermaphroditica
2
Angaben zur Sippe sind wegen möglicher Verwechslung mit C. palustris agg. in vielen Fällen kritisch und zu überprüfen.
Scilla amoena
Species
Scilla amoena
R
Angaben zu S. amoena beruhen wahrscheinlich weitgehend auf Verwechslungen mit anderen Scilla-Arten, vor allem mit S. siberica, welche S. amoena als Gartenpflanze völlig verdrängt hat, so dass für diese aktuelle Nachweise inzwischen extrem selten sind.
Tanacetum parthenium
MutterkrautSpecies
Tanacetum parthenium
Anpflanzungen und Verwilderungen der Zierpflanze wurden nicht immer unterschieden. Wie die Lücken um einige verdichtete Bereiche andeuten, wurde die Art in einigen Projektgebieten nicht ausreichend erfasst; insbesondere in Schleswig-Holstein.
Sanguisorba minor s. l.
Kleiner WiesenknopfSpecies
Sanguisorba minor s. l.
Auch wenn die Angaben mit Status einheimisch das Areal der Wildsippe weitgehend korrekt abbilden (mit Lücken in den silikatischen Mittelgebirgen und in großen Teilen der Tiefebene), so wurde diese (S. minor subsp. minor) nur in einigen Projektgebieten von der Kulturpflanze (S. minor subsp. balearica) unterschieden. S. minor subsp. balearica ist inzwischen in manchen Regionen in jedem Quadranten nachweisbar und durch massenhafte Ansaaten vor allem an Straßenböschungen in Einbürgerung begriffen (vgl. Klotz 2012). Wegen unvollständiger Erfassung der beiden Unterarten wird nur die Karte der Art gezeigt.
Festuca polesica
Dünen-SchwingelSpecies
Festuca polesica
3
Auch wenn die Karte das Areal wohl halbwegs zuverlässig abbildet, ist im Nordosten gebietsweise mit Verdichtungen der Nachweise zu rechnen, stellenweise auch mit neuen Nachweisen für einige Landschaftsräume.
Thalictrum simplex subsp. galioides
Labkraut-WiesenrauteSubspecies
Thalictrum simplex subsp. galioides
2
Auf der Schwäbischen Alb bedürfen viele unbelegte Angaben der Überprüfung, da oft Verwechslungen mit T. simplex subsp. tenuifolium vorkommen.
Fallopia bohemica
Species
Fallopia bohemica
Auf die in den 1980er Jahren beschriebene Hybride zwischen F. japonica und F. sachalinensis, die sich in großen Teilen von Europa bereits eingebürgert hat (Bailey & Wisskirchen 2006), wurde erst seit den 1990er Jahren verstärkt geachtet, so dass die Verbreitung bisher ungenügend erfasst ist. Die Hybride ist anders als die Eltern sehr variabel (sowohl intermediär als auch in morphologischer Annäherung an beide Eltern) und daher vielfach nicht erkannt worden.
Moenchia erecta subsp. erecta
Aufrechte WeißmiereSubspecies
Moenchia erecta subsp. erecta
1
Auf Schiefer und Vulkanit in Rheinland- Pfalz ist noch von unentdeckten Vorkommen der nur kurzzeitig nachweisbaren Pflanze auszugehen.
Corispermum hyssopifolium agg.
Aggregat
Corispermum hyssopifolium agg.
Aus dem Aggregat ist bisher weitgehend nur C. leptopterum nachgewiesen; vom gleichfalls neophytischen C. intermedium sind keine etablierten Vorkommen bekannt.
Hieracium aurantiacum
Orangerotes HabichtskrautSpecies
Hieracium aurantiacum
Außerhalb der Alpen hat die Art nur wenige indigene Vorkommen im Südschwarzwald, vielleicht auch im Oberharz sowie in Mooren im Allgäu und in Norddeutschland; nach Jäger (2011) auch im Bayerischen Wald. Diese werden in der Karte meist von synanthropen Vorkommen überlagert oder sind nur als eingebürgert dargestellt. Alles andere sind Verwilderungen und Einbürgerungen, besonders auffällig in urbanen Bereichen. Daneben spiegelt die Karte auch unterschiedlich intensive Kartieraktivitäten wider.
Viola riviniana
Hain-VeilchenSpecies
Viola riviniana
Außerhalb der Blütezeit ist V. riviniana kaum von V. bavarica zu unterscheiden, welche als hybridogene Art in manchen Gebieten häufiger ist. Vermutlich gehören zahlreiche Nachweise bei V. riviniana vielmehr in die Karte von V. bavarica.
Viola reichenbachiana
Wald-VeilchenSpecies
Viola reichenbachiana
Außerhalb der Blütezeit kann V. reichenbachiana mit V. bavarica verwechselt werden, welche als hybridogene Art in manchen Gebieten deutlich häufiger ist. Vermutlich gehört ein Teil der Nachweise bei V. reichenbachiana vielmehr in die Karte von V. bavarica, wenngleich die Verwechslungsgefahr zwischen V. bavarica und V. riviniana größer ist.
Erysimum cheiri
GoldlackSpecies
Erysimum cheiri
Außerhalb der seit dem Mittelalter eingebürgerten Vorkommen, also des Teilareals am Mittel- und Oberrhein, kommt die Art meist nur unbeständig verwildert und z. T. in abweichenden Gartenformen vor (mit variierender Blütenfarbe).
Brassica nigra
Senf-KohlSpecies
Brassica nigra
Außerhalb der Stromtäler tritt die Art meist nur unbeständig auf; diesem Umstand wurde bei den Statusangaben nicht immer Rechnung getragen.
Brachypodium rupestre
Felsen-ZwenkeSpecies
Brachypodium rupestre
Außerhalb des Hauptverbreitungsgebiets in Bayern südlich der Donau und im Bodenseegebiet ist das Indigenat vieler Vorkommen unsicher, da die Art auch in Böschungsansaaten auftritt. Der Status dieser Funde wurde oft unzureichend dokumentiert.
Galanthus nivalis subsp. nivalis
Gewöhnliches SchneeglöckchenSubspecies
Galanthus nivalis subsp. nivalis
Außerhalb des indigenen Areals in Süddeutschland ist die Art als häufig kultivierte Zierpflanze oft verwildert und eingebürgert. Bei den synanthropen Vorkommen ist die Karte heterogen; teils wurden verwilderte Vorkommen nur lückenhaft erfasst, teils aber auch kultivierte Bestände aufgenommen.
Rubus ulmifolius
Species
Rubus ulmifolius
Außerhalb des kleinen indigenen Areals im Rheinland, insbesondere um Aachen, beruhen die Nachweise vorwiegend auf Verschleppung durch Anpflanzungen aus Baumschulen (vor allem an Straßen- und Autobahnböschungen). Eine Ausnahme ist Helgoland, wo R. ulmifolius vielleicht indigen ist.
Campanula persicifolia subsp. persicifolia
Pfirsichblättrige GlockenblumeSubspecies
Campanula persicifolia subsp. persicifolia
Außerhalb des natürlichen Areals ist die Sippe oft aus Gartenkultur verwildert; solche Bestände wurden nur in einigen regionalen Projekten regelmäßig erfasst.
Ilex aquifolium
Europäische StechpalmeSpecies
Ilex aquifolium
Außerhalb des natürlichen Areals verwildert die als Zierstrauch beliebte Art gelegentlich aus der Kultur. Innerhalb des Areals verdichten sich die Vorkommen durch Gartenflüchtlinge zurzeit gebietsweise stark.
Mentha suaveolens
Species
Mentha suaveolens
Außerhalb des Rheintals beruhen viele der verstreuten Funde sicher auf Verwechslungen mit M. villosa, daher wird auch eine Summenkarte der rundblättrigen Mentha-Sippen (M. rotundifolia, M. suaveolens und M. villosa) gezeigt.
Abies alba
Weiß-TanneSpecies
Abies alba
Außerhalb des süddeutschen, indigenen Areals ist die Art vielfach gepflanzt; diese Vorkommen sind dort aber ungleichmäßig erfasst worden.
Leontodon saxatilis subsp. saxatilis
Nickender LöwenzahnSubspecies
Leontodon saxatilis subsp. saxatilis
Außerhalb des verdichteten Areals im Norden und (Süd-)Westen wurden die zahlreichen, in Garten- und Parkrasen eingeschleppten Bestände nur zufällig oder bei detaillierten regionalen Projekten erfasst. Unbeständige bis eingebürgerte Vorkommen dürfte es daher auch in der Mitte und im Süden des Gebiets häufiger geben, als die Karte zeigt. Die Sippe wird nicht nur öfter übersehen, sondern auch mit L. hispidus verwechselt.
Salvinia natans
Gewöhnlicher SchwimmfarnSpecies
Salvinia natans
2
Außerhalb einiger Stromtäler (Oberrhein, Elbe, Havel, Oder) sind die Vorkommen wahrscheinlich nur synanthrop, wenn auch teilweise als einheimisch dargestellt. Bei angesalbten Beständen besteht zusätzlich Verdacht auf Verwechslungen mit S. molesta.
Sedum album subsp. album
Weiße FetthenneSubspecies
Sedum album subsp. album
Außerhalb von Naturräumen mit Felsen kommt die Sippe meist nur synanthrop vor, oft auf Bahnanlagen oder in Siedlungen im Umfeld von Gärten (z. B. in Pflasterfugen), da sie nicht selten in Steingärten und an Gartenmauern gepflanzt wird. Solche verwilderten Vorkommen können auch vereinzelt zu S. album subsp. micranthum gehören. Die meisten Nachweise, insbesondere alle einheimischen, gehören jedoch zu S. album subsp. album.
Ulmus glabra
Berg-UlmeSpecies
Ulmus glabra
Außer in Teilen Nordrhein-Westfalens und Niedersachsens wurde U. glabra meist als einheimisch bewertet, obwohl es auch dort immer wieder gepflanzte Bestände gibt (aus denen heraus die Art auch verwildert). Insofern enthält die Karte im indigenen Arealanteil zumindest auch eingestreut synanthrope Nachweise, die aber nicht erkannt wurden.
Pastinaca sativa subsp. urens
Brenn-PastinakSubspecies
Pastinaca sativa subsp. urens
Bei älteren Angaben, die aus der Zeit vor der lebhaften Ausbreitung der letzten Jahrzehnte stammen, ist zu bezweifeln, ob immer die ursprünglich überwiegend atlantischmediterrane Unterart P. sativa subsp. urens gemeint war. Eine sichere Bestimmung der Unterarten war mit den früher üblicherweise verwendeten Merkmalen kaum möglich. Zudem sind regional Übergangsformen zu P. sativa subsp. sativa nicht selten, etwa im Moselgebiet, wo fast von einer „Aufzehrung“ der P. sativa subsp. sativa gesprochen werden kann.
Fallopia japonica
Species
Fallopia japonica
Bei älteren Nachweisen (vor 1995) sind Verwechslungen mit der hybridogenen F. bohemica nicht ausgeschlossen.
Fallopia sachalinensis
Sachalin-FlügelknöterichSpecies
Fallopia sachalinensis
Bei älteren Nachweisen (vor 1995) sind Verwechslungen mit der hybridogenen F. bohemica nicht ausgeschlossen.
Festuca makutrensis
Species
Festuca makutrensis
Bei Benkert & al. (1996) sind Vorkommen in Mecklenburg-Vorpommern, Thüringen und Brandenburg dargestellt. Inzwischen hat sich herausgestellt, dass diese Pflanzen zu anderen Taxa des F. ovina-Aggregates zählen. Offenbar kommt F. makutrensis in Deutschland nicht vor.
Crataegus media
Species
Crataegus media
Bei C. media handelt es sich um einen Hybridkomplex von C. laevigata × C. monogyna (Jäger 2011, Schmidt 2012). Pflanzen von C. media (oder zugehörige Sorten) werden oft als Ziergehölz oder in Hecken gepflanzt; Verwilderungen sind nicht auszuschließen. Diese Vorkommen wurden z. T. mit C. laevigata verwechselt. C. media wurde einige Zeit als C. ×ovalis bezeichnet und erfasst, heute wird C. ovalis jedoch als Synonym zu C. macrocarpa gestellt, so dass Vorkommen von C. media auch unter C. macrocarpa erfasst sein können.
Consolida regalis subsp. regalis
Feld-AckerritterspornSubspecies
Consolida regalis subsp. regalis
3
Bestände in Ruderalfluren, außerhalb von Äckern, können mitunter mit C. ajacis (Gartenflüchtling, Bestandteil von Ansaatmischungen) verwechselt worden sein.
Stipa pennata agg.
Aggregat
Stipa pennata agg.
3
Bis auf S. capillata zählen alle heimischen Stipa- Arten zum S. pennata-Aggregat: S. borysthenica, S. dasyphylla, S. eriocaulis, S. pennata, S. pulcherrima sowie S. tirsa.
Barbarea vulgaris s. str.
Species
Barbarea vulgaris s. str.
B. vulgaris wurde vielfach nicht von B. arcuata unterschieden, daher ist hier keine Karte gedruckt. Trotzdem wurde sie vermutlich oft als Art im engeren Sinne (bzw. als B. vulgaris subsp. vulgaris) erfasst.
Crataegus monogyna
Eingriffliger WeißdornSpecies
Crataegus monogyna
C. monogyna ist ohne Zweifel die häufigste Crataegus-Art in Deutschland, wird aber auch seit mehreren Jahrhunderten als einer der beliebtesten Heckensträucher in der Landschaft außerhalb von Siedlungen gepflanzt. Sie kann auch aus Pflanzungen wieder verwildern und sich etablieren. Da ältere Kartierungsprojekte und mehrere publizierte Florenatlanten C. monogyna agg. erfasst haben, ist außerdem davon auszugehen, dass andere eingrifflige Sippen (C. rhipidophylla s. l., C. subsphaericea s. l.) ebenfalls mit kartiert wurden; auch Verwechslungen mit C. subsphaericea, die häufig als Baumschulmaterial angeboten wird, sind zu berücksichtigen. Jedoch dürfte sich an dem Verbreitungsbild auch bei Ausschluss dieser Fehlerquellen, deren Behebung nicht möglich ist, kaum etwas ändern.
Galium rotundifolium
Rundblatt-LabkrautSpecies
Galium rotundifolium
Da die Art häufig in Fichtenforste verschleppt wird, ist das Indigenat vieler Vorkommen nicht gesichert.
Matteuccia struthiopteris
StraußenfarnSpecies
Matteuccia struthiopteris
Da die Art seit langem häufig als Zierpflanze kultiviert wird, ist das Indigenat nicht bei allen als einheimisch dargestellten Angaben gesichert. Zudem wurden synanthrope Vorkommen gebietsweise nicht ausreichend erfasst.
Polypodium vulgare agg.
Gewöhnlicher Tüpfelfarn (Artengruppe)Aggregat
Polypodium vulgare agg.
Da die häufigere Art, P. vulgare, nicht immer kritisch erfasst wurde und insbesondere in ganz Niedersachsen fast keine Daten dazu vorliegen, wird nur die Karte des Aggregats abgebildet. Zum Aggregat gehört außerdem P. interjectum.
Salix dasyclados
Species
Salix dasyclados
Da dieser Name sowohl für eine osteuropäisch bis nordasiatisch verbreitete Art, deren Areal bis an das Kartiergebiet reichen könnte, als auch für die oft gepflanzten Bastarde S. caprea × S. cinerea × S. viminalis und S. cinerea × S. viminalis verwendet wurde, enthält die Karte vermutlich ziemlich heterogene Daten. Sowohl die Abgrenzung als auch die Nomenklatur bedürfen weiterer Klärung. Hinzu kommt die hohe Verwechslungsgefahr mit S. ×smithiana. Der Status der gepflanzten, aber auch spontanen Vorkommen konnte nicht immer richtig bewertet werden.
Hedera helix subsp. helix
Gewöhnlicher EfeuSubspecies
Hedera helix subsp. helix
Da die Sippe aus Pflanzungen verwildert, ist das Indigenat der in der Karte als einheimisch dargestellten Vorkommen nicht immer gesichert.
Polygala vulgaris subsp. oxyptera
Spitzflügliges KreuzblümchenSubspecies
Polygala vulgaris subsp. oxyptera
G
Da die Unterart wahrscheinlich nicht immer unterschieden wurde, zeigt die Karte nicht die vollständige Verbreitung. Vor allem im mittleren Deutschland dürfte das Areal weniger aufgelockert sein.
Populus canadensis und P. nigra
Kanadische und Schwarz-PappelKombikarte
Populus canadensis und P. nigra
Da die Unterscheidung zwischen P. nigra und der hybridogenen P. canadensis schwierig ist, z. B. wegen der diagnostisch wichtigen Blattbehaarung, die an hochstämmigen Bäumen oft nicht feststellbar ist, konnten Wildpflanzen und Kulturhybriden vielfach nicht unterschieden werden bzw. sie wurden sogar regelmäßig verwechselt, auch in größeren Projektgebieten. Insbesondere kommt die Seltenheit von reinrassiger P. nigra wegen einer Übererfassung zu Ungunsten von P. canadensis (und von Rückkreuzungsprodukten) in den vorliegenden Daten nicht zum Ausdruck; daher wird nur eine Karte beider Sippen gezeigt. P. nigra ist eine Stromtalpflanze mit Schwerpunkt in den Auen von Rhein, Elbe und Donau und deren größeren Nebenflüssen und sie wird (von der auffälligen P. nigra ‘Italica’ abgesehen) nur selten gepflanzt, während P. canadensis auch in Forstgebieten außerhalb von Auen regelmäßig kultiviert wird und dort auch verwildert.
Myosotis sylvatica agg.
Aggregat
Myosotis sylvatica agg.
Das Aggregat besteht im Gebiet aus M. alpestris subsp. alpestris, M. decumbens subsp. decumbens und M. sylvatica subsp. sylvatica.
Leucanthemum vulgare agg.
Wiesen-Margerite (Artengruppe)Aggregat
Leucanthemum vulgare agg.
Das Aggregat besteht in Deutschland aus L. adustum, L. ircutianum subsp. ircutianum und L. vulgare. Auch das noch nicht etablierte neophytische L. superbum (= L. maximum auct.) gehört hierzu. Die Sippen sind schwer unterscheidbar und werden in den Standardfloren unterschiedlich gefasst. Zudem erschweren die zahlreichen Gartenformen das Unterscheiden der Taxa, so dass neben der Aggregatkarte lediglich zu L. adustum eine separate Karte gedruckt ist.
Valeriana officinalis agg.
Arznei-Baldrian (Artengruppe)Aggregat
Valeriana officinalis agg.
Das Aggregat besteht in Deutschland aus V. excelsa mit drei Unterarten, V. officinalis und V. pratensis mit ebenfalls drei Unterarten. Wegen der schwierigen Unterscheidbarkeit wurden insbesondere die beiden häufigsten und weit verbreiteten Sippen, V. officinalis und V. excelsa, nur unvollständig differenziert. Zwei Unterarten von V. pratensis sowie V. excelsa subsp. versifolia werden in eigenen Karten gezeigt.
Mentha verticillata agg.
Quirl-Minze (Artengruppe)Aggregat
Mentha verticillata agg.
Das Aggregat umfasst die stabilisierten Hybriden von M. arvensis mit Arten (vorwiegend) aus der M. spicata- Artengruppe: M. carinthiaca, M. dalmatica, M. gracilis, M. smithiana und M. verticillata. Von diesen fünf schwer unterscheidbaren Hybriden bzw. hybridogenen Sippen liegen keine ausreichenden Beobachtungen vor, so dass nur die Karte des Aggregats gezeigt wird.
Galium palustre agg.
Sumpf-Labkraut (Artengruppe)Aggregat
Galium palustre agg.
Das Aggregat umfasst G. elongatum und G. palustre. Die Karte des Aggregats zeigt weitgehend die Verbreitung der häufigeren Sippe, G. palustre.
Galium verum agg.
Echtes Labkraut (Artengruppe)Aggregat
Galium verum agg.
Das Aggregat umfasst G. verum und G. wirtgenii. Ersteres wurde nicht überall konsequent unterschieden, so dass zusätzlich zur Karte von G. wirtgenii auch die Karte des Aggregats gedruckt ist.
Euphrasia nemorosa agg.
Hain-Augentrost (Artengruppe)Aggregat
Euphrasia nemorosa agg.
3
Das Aggregat umfasst im Gebiet E. micrantha und E. nemorosa. Die Datenlage für eine Kartendarstellung der zugehörigen Arten ist nicht ausreichend.
Galium mollugo agg.
Wiesen-Labkraut (Artengruppe)Aggregat
Galium mollugo agg.
Das Aggregat umfasst in Deutschland G. album subsp. album und G. album subsp. pycnotrichum, G. mollugo und G. truniacum. Die Karte von G. mollugo agg. zeigt weitgehend die Verbreitung der häufigsten Sippe, G. album subsp. album.
Montia fontana agg.
Bach-Quellkraut (Artengruppe)Aggregat
Montia fontana agg.
Das Aggregat umfasst M. arvensis, M. fontana subsp. amporitana und M. fontana subsp. fontana.
Myosotis scorpioides agg.
Aggregat
Myosotis scorpioides agg.
Das Aggregat umfasst M. laxa, M. nemorosa, M. praecox, M. rehsteineri und M. scorpioides.
Salix fragilis agg.
Bruch-Weide (Artengruppe)Aggregat
Salix fragilis agg.
Das Aggregat umfasst S. fragilis und S. rubens. Wahrscheinlich sind hierunter aber gelegentlich auch andere S. fragilis-Bastarde erfasst worden. Der Status konnte oft nicht sicher bewertet werden, da S. fragilis und S. rubens oft auch an Ufern gepflanzt werden und die Bestände natürlichen Beständen ähneln können.
Ambrosia artemisiifolia
Beifuß-AmbrosieSpecies
Ambrosia artemisiifolia
Da Samen der Art z. T. in Vogelfutter- oder Saatmischungen enthalten sind, können daraus keimende Pflanzen immer wieder unbeständige, oft sehr individuenarme Vorkommen bilden. Derartige (Einzel-)Bestände wurden oft nicht erfasst, d. h. übersehen, so dass die Art inzwischen deutlich weiter verbreitet sein dürfte, als die Karte wiedergibt.
Leonurus cardiaca
Echtes HerzgespannSpecies
Leonurus cardiaca
2
Das Arealbild des archäophytischen L. cardiaca subsp. cardiaca wird inzwischen durch zahlreiche Nachweise der neophytischen Sippen L. cardiaca subsp. intermedius und L. cardiaca subsp. villosus verwischt. Diese beiden werden z. B. von Imkern oder als Bestandteil von „Wildblumen“-Ansaaten auch in der freien Feldflur gepflanzt bzw. angesät. Da die drei Unterarten (gerade auch durch den morphologisch vermittelnden L. cardiaca subsp. intermedius) recht leicht zu verwechseln sind, wurde auch der Status oft nicht ausreichend differenziert; es sind sicher mehr Nachweise bei der Gesamtart synanthrop, als die Karte zeigt.
Gagea villosa
Acker-GoldsternSpecies
Gagea villosa
Das Areal der Art ist gebietsweise, insbesondere in Hessen, unvollständig erfasst und bleibt hinter dem Datenstand von Haeupler & Schönfelder (1989) zurück.
Gagea spathacea
Scheiden-GoldsternSpecies
Gagea spathacea
Das Areal der Art ist gebietsweise, z. B. in Ost- und Nordosthessen, unvollständig erfasst.
Chenopodium opulifolium
Schneeballblättriger GänsefußSpecies
Chenopodium opulifolium
3
Das Areal der Art reicht von Mitteleuropa über das Mediterrangebiet südwärts bis ins tropische Afrika, ostwärts bis Südwestasien. Ob die Vorkommen nördlich der Alpen jüngere Einschleppungen sind (Aellen in Rechinger 1959– 1979), die Art dann als Neophyt einzustufen wäre, oder ob die Besiedlung bereits früher stattfand, kann nicht mit letzter Sicherheit entschieden werden. Das kontinuierliche Areal von Südeuropa bis nach Mitteleuropa lässt vermuten, dass die Vorkommen zumindest in Teilen Deutschlands als archäophytisch einzustufen sind.
Rubus dasyphyllus
Species
Rubus dasyphyllus
Das disjunkte Areal auf dem Festland dürfte auf wiederholte ornithochore Ansiedlungen der auf den Britischen Inseln sehr häufigen Art zurückzuführen sein.
Oenothera-drawertii-Gruppe
Drawert-Nachtkerze (Artengruppe)Gruppe
Oenothera-drawertii-Gruppe
Das einzige in Einbürgerung begriffene Taxon der Gruppe in Deutschland ist O. hoelscheri.
Galeopsis ladanum
Acker-HohlzahnSpecies
Galeopsis ladanum
2
Das Erstellen einer Karte zu G. ladanum ist mit besonderen Schwierigkeiten verbunden: (1) Die westliche Verbreitungsgrenze verläuft von Schleswig-Holstein bis Baden- Württemberg durch Deutschland; (2) G. angustifolia wird erst seit wenigen Jahrzehnten auf Artniveau abgetrennt, ältere Angaben zu G. ladanum betreffen oft die die durch den Eisenbahnbau weit verbreitete G. angustifolia; (3) besonders im Westen Deutschland wurde G. ladanum vielfach nicht erkannt, breitblättrige Formen von G. angustifolia wurden für G. ladanum gehalten; (4) solange G. ladanum häufig war, wurde die Pflanze regelmäßig mit Getreide verschleppt, wodurch auch weit entfernt vom Areal öfter unbeständige Vorkommen entstanden; (5) G. ladanum ist als Bewohner extensiv genutzter Äcker extrem stark rückläufig und ist im Bereich der Arealgrenze seltener geworden. Dort sind daher aktuelle Angaben meist falsch, historische oft richtig.
Allium schoenoprasum
SchnittlauchSpecies
Allium schoenoprasum
Das früher unterschiedene A. schoenoprasum subsp. sibiricum (A. schoenoprasum var. alpinum) wird heute nicht mehr von A. schoenoprasum subsp. schoenoprasum getrennt (Friesen & Blattner 2000).
Heracleum sphondylium subsp. glabrum
Grünblühende BärenklauSubspecies
Heracleum sphondylium subsp. glabrum
Das in der Karte dargestellte Areal der Unterart dürfte unvollständig sein, da die Sippe nicht überall beachtet wurde. Mit weiteren Vorkommen ist besonders in den nordöstlichen Bundesländern zu rechnen, vereinzelt wohl auch weiter westlich. Thellung (in Hegi 1926) nennt ein Vorkommen bei Gummersbach, hält aber die Angaben für Sachsen, Thüringen und Bayern falsch. Eine kritische Überprüfung ist angebracht.
Succisella inflexa
Eingebogener MoorabbissSpecies
Succisella inflexa
1
Das Indigenat der Art in Deutschland ist umstritten, Merxmüller (1977) hält es für unsicher. Hier werden einige der Vorkommen in Bayern, auch aufgrund eines Neufundes (TK 8038; Zahlheimer 1986), und das erloschene Vorkommen in Südhessen als indigen eingestuft.
Galium parisiense subsp. parisiense
Pariser LabkrautSubspecies
Galium parisiense subsp. parisiense
1
Das Indigenat der Art mit einem (sub-)medional-atlantischen Areal in Deutschland ist umstritten. Die Vorkommen im mitteldeutschen Trockengebiet werden zuweilen als archäophytisch angesehen, doch ist nicht auszuschließen, dass diese wie auch die übrigen Vorkommen in Deutschland neophytisch sind.
Carex brizoides
Zittergras-SeggeSpecies
Carex brizoides
Das Indigenat ist im Norden unsicher; die Art wurde im Tiefland gebietsweise wohl erst in neuerer Zeit eingeschleppt und hat sich eingebürgert.
Primula hirsuta
Behaarte PrimelSpecies
Primula hirsuta
R
Das Indigenat ist nach Philippi (in Sebald & al. 1993b) nicht gesichert.
Geranium pratense
Wiesen-StorchschnabelSpecies
Geranium pratense
Das Indigenat vieler Vorkommen beispielsweise in Südostbayern und Brandenburg ist nicht gesichert. Zudem ist nicht ausgeschlossen, dass die Art gelegentlich mit verwilderten Zierpflanzen und Kulturhybriden verwechselt wurde.
Melampyrum nemorosum subsp. nemorosum
Hain-WachtelweizenSubspecies
Melampyrum nemorosum subsp. nemorosum
Das Vorkommen des ähnlichen M. subalpinum in Brandenburg und Sachsen bedarf noch weiterer Überprüfung.
Papaver dubium s. l.
Saat-Mohn (i. w. S.)Species
Papaver dubium s. l.
Das weit gefasste P. dubium enthält die Sippen P. confine, P. dubium subsp. dubium und P. lecoqii. Eine Karte zu P. dubium subsp. dubium wird nicht gezeigt, da vor allem ältere Angaben auch zu den anderen beiden Arten gehören können.
Fallopia bohemica und F. japonica
Bastard- und Japanischer FlügelknöterichKombikarte
Fallopia bohemica und F. japonica
Da vermutlich die meisten Verwechslungen von F. bohemica mit einer der Elternarten sich auf F. japonica beziehen und F. bohemica offenbar nur sehr unvollständig erfasst wurde, werden beide Sippen in einer gemeinsamen Karte dargestellt.
Sorbus doerriana
Dörr-Zwerg-MehlbeereSpecies
Sorbus doerriana
R
Der Apomikt (S. mougeotii × S. chamaemespilus) ist ein Regionalendemit der Allgäuer Alpen.
Chenopodium probstii
Species
Chenopodium probstii
Der C. album ähnelnde Neophyt wurde bisher erst von wenigen Spezialisten kartiert, die Verbreitung im Gebiet ist unzureichend bekannt.
Poa glauca
Blaugrünes RispengrasSpecies
Poa glauca
R
Der einzige gesicherte Nachweis der arktisch-alpin verbreiteten Art in den bayerischen Alpen stammt aus den Tölzer Bergen. In den Allgäuer Alpen kommt P. glauca nur auf österreichischem Gebiet bei Reutte vor (Dörr & Lippert 2001).
Vicia lathyroides
Platterbsen-WickeSpecies
Vicia lathyroides
Der gebietsweise deutliche Rückgang ist in der Karte nicht gut zu erkennen. Die Art wurde wahrscheinlich aber auch zu wenig erfasst, da man sie nur in einem kurzen Zeitraum des Jahres sicher erkennen kann.
Aesculus hippocastanum
Gewöhnliche RosskastanieSpecies
Aesculus hippocastanum
Der leicht verwildernde Parkbaum wurde uneinheitlich erfasst. In einigen Bundesländern wurden spontan aufwachsende Jungpflanzen zu wenig notiert, dagegen können besonders in Städten auch gepflanzte Bestände erfasst worden sein. Insgesamt sind unbeständige Vorkommen sicher weiter verbreitet als derzeit in der Karte darstellbar.
Geranium purpureum
Purpur-StorchschnabelSpecies
Geranium purpureum
Der Neophyt breitet sich derzeit stark entlang von Bahnlinien aus und ist inzwischen vermutlich häufiger als in der Karte dargestellt.
Impatiens glandulifera
Drüsiges SpringkrautSpecies
Impatiens glandulifera
Der Neophyt dringt seit den 1990er Jahren auch massiv auf relativ trockene Standorte vor, insbesondere in aufgelichtete, gestörte Forste und die zugehörigen Schlagfluren. Dort kann I. glandulifera hektarweise Dominanzbestände bilden und von da aus weitere Nischen besiedeln. Die Bindung an Fließgewässer ist somit in vielen Gebieten längst aufgehoben. Die Art wurde in Schleswig-Holstein zu wenig erfasst, wie die scharfe (scheinbare) Verbreitungsgrenze zu Hamburg und Niedersachsen belegt. Die inzwischen auch in ganz Bayern flächendeckende Verbreitung wird wegen fehlender aktueller Daten ebenfalls nicht abgebildet.
Epilobium brachycarpum
Kurzfrüchtiges WeidenröschenSpecies
Epilobium brachycarpum
Der Neophyt (Erstnachweis 1994) breitet sich erst seit wenigen Jahren rasch und mit zwei deutlichen Ausbreitungszentren beginnend aus. Weitere verstreute Vorkommen außerhalb des dargestellten Areals könnten bisher übersehen worden sein, zumal die Art erst in den neuesten Exkursionsfloren enthalten und daher noch wenig bekannt ist. Sie kann auch wegen ihres unauffälligen Habitus leicht übersehen werden.
Artemisia verlotiorum
Verlot-BeifußSpecies
Artemisia verlotiorum
Der Neophyt ist inzwischen vielleicht weiter verbreitet als in der Karte dargestellt. Die Art ist nicht immer einfach zu erkennen, vor allem bei kleinen Initialbeständen, und kann daher übersehen werden.
Syringa vulgaris
Gewöhnlicher FliederSpecies
Syringa vulgaris
Der sehr häufig gepflanzte Zierstrauch verwildert häufig, wurde aber nur unvollständig erfasst.
Symphoricarpos albus
Weiße SchneebeereSpecies
Symphoricarpos albus
Der sehr häufig kultivierte, oft verwilderte oder auch in der freien Feldflur gepflanzte Zierstrauch wurde in einigen Gebieten nicht ausreichend erfasst. Die Lücken in Süddeutschland, von Ostbayern bis Hessen und Rheinland-Pfalz, sowie in Schleswig-Holstein, gehen mehr auf mangelnde Beachtung zurück als auf fehlende Vorkommen. Der Status ist nicht immer einfach zu bewerten und wurde uneinheitlich erfasst. Einbürgerungen sind nicht allzu häufig (insofern sind etliche Angaben als eingebürgert sicher voreilig erfolgt), aber die Art hält sich oft lange im nahen Umfeld von (sub)spontanen oder gepflanzten Beständen, auch wenn sie sich nicht nennenswert verjüngt.
Lepidium neglectum
Verkannte KresseSpecies
Lepidium neglectum
Der seit 1900 im Gebiet nachgewiesene Neophyt ist vermutlich nicht ausreichend beachtet worden.
Nymphaea candida
Kleine SeeroseSpecies
Nymphaea candida
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Der Sippe wurden (und werden) oft auch Vorkommen südlich der Donau zugeordnet, die jedoch nach Glück (1936) alle zu N. alba var. minor gehören.
Picea abies
Gewöhnliche FichteSpecies
Picea abies
Der Status der Art als einer der wirtschaftlich wichtigsten Forstbäume ist besonders schwer zu bewerten. Kultiviert, aus Kulturen massenhaft verwildert und eingebürgert kommt P. abies fast in ganz Deutschland vor. Aus archäobotanischen Untersuchungen und der Kenntnis der Standortansprüche wurden für die meisten Gebirge pauschal bestimmte Höhenlagen abgeleitet, ab denen P. abies als indigen anzusehen ist: so etwa für den Harz ab 600 m und für den Schwarzwald ab 900 m. Damit konnten aber keine kleinräumigen Vorkommen an Sonderstandorten in niedrigeren Lagen (Moore, lokale Kaltluftlagen) herausgearbeitet werden. In manchen Bundesländern werden alle Vorkommen als synanthrop dargestellt, weil es auch in ggf. vorhandenen Mittelgebirgsanteilen keine Belege für indigene Vorkommen gibt.
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Quelle: Bundesamt für Naturschutz (BfN), Checkliste Stand 12/2018